Hoch auf den Gianicolo und zurück nach Trastevere
Es wird wieder ein langer Tag - genug zu trinken mitnehmen. Wir starten an der Metro Station Ottaviano der Linea A. Nach dem Ausstieg folgen wir den Massen in südlicher Richtung zum Vatikan über die Via Ottaviano. Es sind ca. 500 m immer geradeaus.Der Eintritt zum Petersdom und auf den Platz sind frei, aber die Warteschlange ist gewaltig. Auf der Roma Info Seite ist eine kleine Übersicht, was man im Vorfeld organisieren sollte - auch Tickets für den Dom und die Kuppel. Der Besuch im Dom ist sehr zu empfehlen, und der Aufstieg zur Kuppel ist ein unbedingtes Muss. Der Blick von oben auf den Baldachin über dem Altar - und natürlich der Blick über den Petersplatz in die Stadt - muss man unbedingt gemacht haben.
Links von San Pietro, außerhalb der Säulen, ist ein alter, deutscher Friedhof (Vecchio Cimitero). Die Besichtigung ist nur vormittags möglich - und ganz kostenlos. Man muss den Schweizer Garden am Tor nur den Wunsch zur Besichtigung erklären. Nach dem Besuch oder statt des Besuches fahren wir hoch zum Gianicolo. Ein Hügel, ganz im Westen der Stadt und keiner der antiken 7 Hügel Roms. Dazu gehen wir vom Petersplatz über die Via della Concillazione in Richtung Tiber. In den Geschäften rechts und links gibt es viele Heiligtümer zu erwerben - man muss nur daran glauben. An anderen Orten sind die Postkarten günstiger. An dem Haus mit der gelben Fassade und dem Romulus und Remus Emblem biegen wir nach rechts ab in die Via San Pio X bis zum Tiber. Wieder nach rechts und in ca. 50 m ist die Bushaltestelle.
Hinweis: Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, habe ich immer ein Mehrtagesticket - gültig für die Metro, den Zug nach Ostia und alle Busse in der Stadt. Und ist verglichen mit Köln äußerst günstig.
Weiter gehts, wir nehmen den Bus Linie 870 nach Trullo, er ist der kleinste Bus, der hier hält. Nach 8 Stationen, knappe 8 Minuten erreichen wir die Haltestelle P.Le Garibaldi G. - und wir sind 50 m zu weit gefahren. Also kurz zurück zur Piazzale Giuseppe Garibaldi. Das gewaltige Reiterstandbild thront über der Stadt. An bestimmten Feiertagen, eventuell auch sonntags, wird hier zur Mittagszeit 12:00 Uhr Salut geschossen. Natürlich ist der Platz dann überlaufen. An der Mauer hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt. Beeindruckend sind die ausgestellten Steelen seiner militärischen Weggefährten.
Abwärts in die Stadt gehen wir per Pedes, nicht zurück zum Vatikan, die andere Richtung nach Trastevere. Von möglichen Wegen gefällt mir der Linke, Passegiata del Gianicolo, zwischen / unter den Bäumen besser als die Straße. Davon gibt es später noch genug. Auch hier fahren Autos, aber wesentlich weniger. Unten am Tor gehen wir nach links auf die Via Garibaldi. An der Mauer ist noch einmal ein toller Blick auf das Monumento Vittorio Emanuele und hinter uns einer der unzähligen Brunnen der Stadt - Il Fontanone del Gianicolo. Wir nehmen den linken Abzweig und bleiben auf der Via Garibaldi. Rechts liegt eine Gedenkstätte, Mausoleo Ossario Garibaldino. Nach einer geschwungenen Rechtskurve und einer Linkskurve ist nach ca. 50 m rechts ein Abstieg, Rampa di Monte Aureo an deren Ende wir auf der Via Goffredo Mameli enden.Wir überqueren die Straße und nehmen die gegenüberliegende Via Agosino Bertani. Und schon sind wir in Trastevere, Der Name besagt, dass dieser Teil der Stadt jenseits des Tibers liegt, er ist also nicht Teil des römischen Reiches aus der Antike. Ursprünglich das Arbeiterviertel mit vielen Ausländern. Und 10 Synagogen gab es einst hier. In den Abendstunden ist das Viertel sehr lebendig mit einer unüberschaubaren Zahl an Lokalen.
Die Via Agostino Bertani führt über die Piazza di San Cosimato. Auch hier kann man gut und günstig essen - nur nicht in den Lokalen der ersten Reihe. Wer etwas in den kleinen Seitenstraßen sucht, wird schnell fündig. Ich bevorzuge Lokale, in denen weniger "ausländisch" dafür fast nur italienisch gesprochen wird. Links in die Via di San Cosimato kommt man zur Basilica di Santa Maria in Trastevere. Stöbert durch das Viertel aber lasst euch nicht "über den Tisch ziehen". Ich habe hier auch schon mein Lehrgeld gezahlt...
Zurück geht es mit dem Bus Line H an der Station Belli am Tiberufer in knapp 20 Minuten / 9 Haltestellen zum Termini. Hier warten (?) dann die Metro Linien A und B auf euch.

