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Ein sehr gutes Gelato und die weltbeste Carbonara

 

Heute starten wir an der Piazza di Spagna, zu erreichen mit der Metro A. Am Ausgang wenden wir uns nach links und stehen vor der berühmten Treppe, Scalinata di Trinita dei Monti - im Volksmund: Spanische Treppe. Den Blumenschmuck gibt es allerdings nur zur Osterzeit, ansonsten ist die Treppe kahl. Essen und Trinken sind strengstens verboten. Gehen wir hoch zur namensgebenden Kirche, Trinita dei Monti und werfen einen Blick zurück auf den Platz. Danach gehen wir knappe 200 m Richtung Norden, An der Villa Medici biegen wir links in die Via di San Sebastianello und gehen wieder auf die Piazza di Spagna. Am Fuße der Treppe befindet sich die Fontana della Barcaccia, ein barocker Brunnen aus dem 17. Jh in Form eines Bootes.

Gegenüber der Treppe beginnt die Via dei Condotti, eine Einkaufsstraße für die Besserverdienenden - hier schaut man nicht so genau auf den Hunderter. Ziemlich am Anfang ist auf der rechten Seite das Antico Caffè Greco aus dem 18. Jh. Leider ist es in den letzten Jahren sehr verkommen und momentan geschlossen. Wir gehen die Condotti bis zur Corso und gehen dann halbrechts in die Via Tomacelli und nach ca 100 m nach rechts in den Largo degli Schiavoni. Auf der linken Seite ist das Mausoleum des Augustus, momentan ebenfalls wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Gehen wir zurück zur Via del Corso und biegen rechts ab in Richtung Piazza Venezia. Nach ca 300 m sind wir am Piazza Colonna mit der berühmten Marc Aurel Säule. Und hier sind wir im Zentrum der politischen Macht Italiens. An der Nordseite befindet sich der Palazzo Chigi, Amt und Sitz des Ministerpräsidenten, nordwestlich angrenzend liegt der Palazzo Montecitorio mit der Abgeordnetenkammer des Parlaments. Für mich war der Fanshop der AS Roma wichtiger....

Gehen wir über die Piazza Montecitorio vorbei am Obelisk in südlicher Richtung und dann nach rechts in die Via in Aquiro, die nach der Piazza Capranica zur Via delle Colonelle wird. An der zweiten Einmündung links, Via del Pantheon, biegen wir ab und stehen bei Hausnummer 51 vor einer der besten Eisdielen, Fiocco di Neve. Eis auf der Hand darf nur mit nach draußen genommen werden, wer sich setzt, muss beim Kellner bestellen. 10 m weiter hinter einer vergammelten Holztür liegt Haus 57, hier wohnten die Brüder Heinrich und Thomas Mann für einige Jahre, Einige Schritte weiter öffnet sich der Platz und man steht vor dem Pantheon. Sollte die Warteschlange nicht zu lang sein, dann unbedingt rein gehen. Die Akkustik im Inneren ist atemberaubend.

Wenn ihr aus dem Pantheon rauskommt, findet ihr schräg rechts das Caffe Tazza d'Oro. Wie immer, an der Theke kostet es wesentlich weniger. Nach der Stärkung gehen wir links am Pantheon vorbei in die Via della Minerva bis zum gleichnamigen Platz mit dem Elefanten Obelisk Die Basilica di Santa Maria Sopra Minerva ist einen Besuch wert. Weiter geht es zurück zum Pantheon und hinter dem Brunnen links in die Via Giustiani. Hier gibt es gute und günstige Pizza "auf die Hand". An der nächsten Kreuzung ist die Chiesa di San Luigi dei Francesi. Eine im Barockstil erbaute französiche Nationalkirche. Im Inneren befinden sich viele Original Gemälde von Caravaggio. Wir gehen dann an der Kirche vorbei. Nicht über die vielen Carabinieri wundern, hier ist der Sitz des italienischen Senats. Ende der Straße einmal links - rechts und durch die Corsa Agonale ist man dann ganz schnell auf der Piazza Navona mit ihren drei markanten Brunnen. Die Piazza hat ihren Charme, aber die "Maler" oder sonstige Gesellen wollen nur euer Geld, also nichts kaufen. Eine Karikatur, ja das macht Sinn. Und die Strassencafes leben von ihrem Ruf und den überhöhten Preisen. Vor einer Reise solltet ihr euch über den Platz, die Brunnen und die Kirche informieren.

Wir verlassen die Piazza am südlichen Ende durch die kleine Gasse in der Mitte, Via della Cuccagna, überqueren den Corso Vittorio Emanuele II und gehen geradeaus in die Via Dei Baulari. Nach 50 m ist links die Piazza del Teatro di Pompeo und noch viel wichtiger das Luciano. Hier kocht der König der Carbonara, nicht die Günstigste aber die Beste, die ich je gegessen habe. Weitere 50 m geradeaus ist der wohl bekannteste Markt Roms, der Campo de Fiori. Ursprünglich ein Markt für das Viertel, heute findet sich dort jedoch mehr Schund und Billigware. Etwas weiter ist der Piazza Farnese mit dem gleichnamigen Palazzo. Er beherbergt die französiche Botschaft, kann aber gegen eine Gebühr besichtigt werden - lohnenswert.

Es war ein langer Tag und so langsam wird es Zeit für die Rückfahrt. Wir gehen zurück zum Corso Vittorio Emanuele II, links in 30 m befindet sich der Palazzo della Cancelleria. Ein Museum mit vielen Stücken Leonardo da Vincis. Der Eintritt hier lohnt sich ebenfalls. Ansonsten finden wir vor dem Palast die Bushaltestelle und nehmen die Linie 64 nach Termini. Hier steigen wir in die entsprechende Linen der Metro um.

Ihr könnt diese Tour auch auf zwei Tage verteilen, dann bleibt mehr Zeit für Kirchen und Museen. Oder man geht die Tour rückwärts, startet am Markt, ein oder zwei Museen, Mittgessen bei Luciano dann weiter über Navona und Pantheon und später ein Eis auf die Hand.

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